Allgemein, Nur Geschichten?, traurig

[Lea’s Traum]

Lea ging schlafen, noch mit den Worten der Mutter im Ohr: „Denk dran, morgen ist Muttertag! Ich hoffe du vergisst das nicht!“

Aber wie sollte sie es auch vergessen, wird sie doch bei jeder Gelegenheit daran erinnert, dass sie nur da ist, weil die Mutter so gnädig war ihr das Leben zu schenken. Da gehört es sich einfach, dass man dieser Frau dankt….

[Am Morgen schlug Lea die Augen auf, knuddelte kurz ihren Freund den Teddy (Mischka) und rannte an ihren Schrank. Denn dort, unter ihren Sachen, hatte sie das Bild und den Schlüsselanhänger versteckt. Beides hat sie im Kindergarten gebastelt für Ihre Mami. Der Anhänger war aus Leder und in Form einer Katze, weil Mami Katzen doch so sehr liebt und dann hat sie immer eine dabei.

Die kleine Lea konnte es kaum abwarten ihrer geliebten Mutter die Geschenke zu überreichen, denn es ist ja Muttertag! Sie sprang förmlich in ihre Sachen, die Haare nur ganz kurz mit der Hand geglättet, denn kämmen dauerte ihr viel zu lang und schon flog sie förmlich aus ihrem Zimmer mit einem breiten Lachen im Gesicht. In der Küche saßen schon Mama und Papi beim Frühstück. Mama lächelte sie zärtlich an, als sie Lea so freudestrahlend sah und fragte: „Na mein Schatz, hast du gut geschlafen? Möchtest du dich setzen und mit uns essen? Es gibt auch Ei, genau wie du es magst.“ Und während sie so sprach, ging sie auf Lea zu, beugte sich herab und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange, umarmte sie einen Moment und meinte: „Na los du kleine Schlafmütze, Kakao wartet.“

Doch Lea setzte sich noch nicht, sie zappelte vor lauter Ungeduld hin und her. „Mami, Maaaamiiiii?“, unterbrach Lea „weißt du was heute ist? Heute ist doch Mamatag und weil ich dich so doll liebhabe, habe ich etwas für dich.“ Und endlich durfte sie ihrer Mama das Bild und den Anhänger geben. Lea wurde still, ‚ob es ihr wohl gefällt?‘, dachte sie. Und laut fragte sie:“ Aber Mama, warum weinst du, gefällt es dir nicht?“ Ihre Mama lachte laut auf, griff Lea unter den Armen, um sie hochzuheben und drehte sich lachend mit ihr im Kreis.

„Ach meine kleine, das sind Freudentränen, weil das die schönsten Geschenke sind, die ich je bekommen habe. So voller Liebe und das wichtigste es ist von dir. Ich hab dich auch lieb.“ Lea war glücklich. Jetzt konnte sie frühstücken.]

…. Lea erwachte, sah sich um und plötzlich wurde ihr klar… Es war alles nur ein Traum, aber niemand kann ihr den wieder wegnehmen, egal wie der Tag heute wird.

  • ENDE –
Erinnerung, Gedanken, Gefühle, traurig

Eine Zahl…nur ein Datum!

Seit gestern herrscht bei dem Blick auf den Kalender hier im Innen riesige Angst. Und es ist eine Angst von jemanden ,den oder die ich noch nicht kenne.

Ein Datum… Nein eigentlich zwei…spuken ständig durchs Gehirn und entfacht ein regelrechtes Horrorszenario im Innen.

Ein Datum, womit ich so gar nichts verbinde, außer Frühlingsanfang. Aber wieso sollte Frühling so etwas auslösen? Das erschließt sich mir nicht.

Ich würde gern verstehen, was der 21.3. und der 24. zu bedeuten hat, aber alles was ich höre sind immer die gleichen Worte….

„Ich muss bereit sein zu empfangen“ „bald darf ich empfangen“ „ich bin auserwählt“

Und das klingt stolz. Doch dem gegenüber ist echt extreme Panik,Angst ja sogar Todesangst und der Wunsch es lieber selbst zu beenden.

Doch ich bekomm keinen Zugang. Zu niemanden.

Es ist zusätzlich zu allem anderen Mist, sehr kräfteraubend,aber ich hoffe wir alle halten erst Mal bis morgen durch. Denn dann ist (falls Corona es nicht verhindert) Therapie und sogar eine Doppelstunde und vllt redet ja dort jemand was diese Daten bedeuten.

Für mich ist es nur eine Zahl.

Erinnerung, traurig

Abschied

Heute vor 3Jahren bist du gegangen. Heute vor 3 Jahren hast du mich allein gelassen und ich dich!

Ich hatte nie die Chance mich von dir zu verabschieden, weil SIE nicht wollte das ich dich besuche. Weil SIE sagte, das ich dein Herz gebrochen habe. Es tut mir so leid, wenn es wegen mir kaputt gegangen ist, das wollte ich nicht.

Nie wollte ich dir weh tun, ich bin nur nicht mehr wegen IHR zu euch gekommen, denn SIE machte mir Angst. Aber dich habe ich geliebt und liebe dich immer noch. Auch wenn du nicht mehr da bist.

Ich würde alles dafür geben dich noch einmal zu sehen. Um mit dir noch einmal zu reden. Um noch einmal von dir in den Arm genommen zu werden. Um noch einmal zu hören ,ich hab dich lieb S., .

Aber leider geht das alles nicht mehr. Denn du bist fort.

Weißt du noch unser Drachen den wir uns ausgedacht haben? Der ganz oft durch das Fenster kam, damit wir beide uns auf seinen Rücken setzen, wenn SIE mal wieder alle hasste. Und weißt du noch, wie wir dann mit ihm losgeflogen sind? Wir waren hoch über den Wolken die wie Zuckerwatte aussahen und wir nahmen uns Stücke davon. Ich saß vor dir auf dem Drachen und du hast mich ganz fest gehalten,damit ich nicht falle. So konnten wir beide für einen Moment vor M. fliehen.

Und nun muss ich alleine fliegen wenn es schlimm ist und jedesmal wünschte ich, du würdest mit kommen.

Ich weiß nicht ob du das hier jemals lesen wirst oder meine Worte bis zu dir dringen werden. Aber es tut mir so unendlich weh, das ich dich nie mehr sehen werde auch wenn andere von uns das nicht verstehen, das du mir so Doll fehlst

Ich hoffe sehr das es dir da wo immer du bist(hoffentlich nicht mit ihr) gut geht.

Ich liebe und vermisse dich so doll, Papa!

Deine S.

P,s. Das Bild ist für dich